Suchmaschinenoptimierung (SEO) – Grundlagen

SEO-Experte Christian Kunz

Christian ist seit vielen Jahren in der Internet-Branche tätig. Bei 1&1 ist er für alle Projekte rund um die Portal-Suchen verantwortlich. Als anerkannter Experte schreibt er Fachartikel zum Thema „SEO“ und ist auch gern gesehener Sprecher auf Tagungen. In regelmäßigen Abständen wird Christian in der 1&1 Community Wissenswertes zur Suchmaschinenoptimierung veröffentlichen und Tipps geben, wie Sie mit WordPress Ihre Website besser positionieren können.

Grundlagen

Suchmaschinenoptimierung (in der Abkürzung auch SEO für „Search Engine Optimization“ genannt) beschreibt alle Techniken, die dazu dienen sollen, für eine Website oder ein Dokument möglichst gute Platzierungen in den Ergebnissen der Suchmaschinen zu erreichen.

  • SEO hilft dabei, die Qualität der Seiten im Web zu verbessern und schafft dadurch einen Mehrwert auch und vor allem für die Besucher der Seiten.
  • SEO bedeutet natürlich auch, die Seiten für die Suchmaschinen besser lesbar zu machen. Dadurch trägt SEO dazu bei, die Qualität der Suchergebnisse zu optimieren.

Der Beitrag stellt Ihnen die Grundlagen und Teilbereiche der Suchmaschinenoptimierung vor. Dieses Grundverständnis ist wichtig, um die in späteren Beiträgen vorgestellten Techniken umsetzen zu können.

Die drei Teilgebiete der SEO

SEO ist eine Teildisziplin des Marketings, genauer gesagt, des Suchmaschinenmarketings („Search Engine Marketing“, kurz SEM). Dazu zählen eine Vielzahl von Handlungen, die alle den Zweck haben, Websites und anderen Dokumenten bessere Platzierungen in den Ergebnissen der Suchmaschinen zu verschaffen. Genauer gesagt geht es um die so genannten organischen Suchergebnisse. Organisch bedeutet, dass es sich um durch Berechnung erzeugte Suchergebnisse handelt – und nicht um bezahlte Suchanzeigen (Ads). Mit dem Erstellen und Optimieren von bezahlten Suchmaschinenanzeigen befasst sich das Suchmaschinen Advertising („Search Engine Advertising“ oder SEA).

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Die SEO wird speziell für ausgewählte Suchbegriffe durchgeführt. Durch die bessere Platzierung in den Ergebnissen für diese Suchbegriffe – man spricht auch von Keywords – erhöht sich die Chance auf mehr Besucher auf der Website und somit auf zusätzliche Kunden, Abonnenten, Leser, Käufer, etc.

Je nachdem, ob die SEO-Maßnahmen innerhalb der Website durchgeführt werden, oder ob es um den Aufbau und die Pflege von Links auf die Website geht, spricht man von Onsite- bzw. Offsite-Optimierung.

Ein unverzichtbarer Bestandteil der SEO ist außerdem die Erfolgsmessung und -kontrolle. SEO-Maßnahmen wirken meist nicht sofort. Außerdem ist die Umwelt, in der sich eine Website bewegt, in ständigem Wandel. Die Bewertungsmethoden der Suchmaschinen ändern sich, und auch die Konkurrenz schläft nicht. Daher ist es wichtig, den Stand der Dinge regelmäßig zu überprüfen und zu sehen, ob die getroffenen Maßnahmen wie gewünscht wirken oder ob neue oder angepasste Maßnahmen nötig sind.

Onsite-Optimierung

Die Onsite-Optimierung bezieht sich auf alle SEO-Maßnahmen, die innerhalb der Website durchgeführt werden. Zur Onsite-Optimierung zählen folgende Teilbereiche:

  • Inhalt
  • Technik
  • Design und Usability

Inhalt

Der mit Abstand wichtigste Teil der Onsite-Optimierung bezieht sich auf deren Inhalte. Umso relevanter die Inhalte für ein bestimmtes Thema sind, desto höher wird Google die Website für Suchbegriffe dieses Themas einstufen. Es genügt aber nicht, bestimmte Begriffe so oft wie möglich in einen Text zu packen, um Themenrelevanz zu erzeugen. Google und auch andere Suchmaschinen sind inzwischen sehr schlau geworden und erkennen künstlich manipulierte Texte genau. Daher sollten die Inhalte immer so verfasst werden, dass sie für die menschlichen Besucher einer Website einen Mehrwert bieten.

Das bedeutet: Das Erstellen SEO-konformer Texte ist eine Kunst, die sowohl Kenntnisse in der Funktionsweise der Suchmaschinen als auch Fachwissen zum Thema erfordert, über das man schreibt.

Das gilt übrigens nicht nur für Texte, sondern für alle Arten von Inhalten, mit denen man in den Suchergebnissen erscheinen kann, also auch für Bilder, Videos, Nachrichten etc.

Technik

Auch die technische Optimierung ist Bestandteil der Onsite-SEO.

Derzeit wohl der wichtigste technische Aspekt ist die Geschwindigkeit einer Website. Umso schneller eine Website ist, desto besser ist das für die Nutzer und damit auch für das Ranking der Website. Dazu kommt, dass es auch für Google von Vorteil ist, wenn eine Website schnell reagiert: Dann braucht nämlich der Google-Bot auch weniger Zeit für das Erfassen der Seite. Und wenn man bedenkt, wie viele Seiten täglich besucht werden müssen, dann kann man sich vorstellen, wie viel das wert ist.

Außerdem: Die zunehmende mobile Internetnutzung erhöht die Bedeutung schneller und schlanker Websites zusätzlich, denn mobil steht oft nur eine begrenzte Datenbandbreite zur Verfügung. Schnelle und schlanke Seiten bringen hier deutliche Vorteile.

Je nachdem, welches Content-Management-System (CMS) man benutzt, hat man unterschiedliche Möglichkeiten, auf die Technik einer Website Einfluss zu nehmen. Die gängigen CMS wie Joomla oder WordPress bringen für die meisten Anforderungen entsprechende Erweiterungen (Extensions) mit, die sich nachträglich installieren lassen. Es gibt zum Beispiel Erweiterungen, die dabei helfen, doppelte Inhalte („Duplicate Content“) zu vermeiden, oder auch solche, die für eine optimierte Darstellung auf mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets sorgen.

Die Leistung einer Website hängt auch von der Art des Servers und der jeweils verfügbaren Netzanbindung des Nutzers ab. Es gibt noch viele weitere Faktoren, die Einfluss nehmen können, aber deren Beschreibung würde den verfügbaren Rahmen sprengen.

Design und Usability

Navigation, Schriftgröße, Aufteilung der Seite und vieles mehr: Ein durchdachtes Design und eine gute Usability erleichtern die Bedienung einer Website und führen dazu, dass die Nutzer sich wohlfühlen, länger verweilen und wiederkehren. Das wird wiederum von Google und anderen Suchmaschinen registriert und kann sich auf das Ranking auswirken.

Ein besonderer Schwerpunkt muss auf die Darstellung der Website auf verschiedenen Endgeräten gelegt werden. Eine Website sollte auf dem Desktop genauso gut aussehen wie auf einem Tablet oder einem Smartphone. Das Stichwort lautet Responsive Design: Darunter versteht man die jeweils an das verwendete Endgerät angepasste Darstellung einer Website. Wie bereits angedeutet, bringen WordPress und andere Web-CMS schon die Möglichkeiten für Responsive Design mit.

Offsite-Optimierung

Für Google sind Links immer noch einer der wichtigsten Ranking-Faktoren. Ein Link ist gleichbedeutend mit einer Empfehlung für eine Website. Doch Link ist nicht gleich Link. Die Qualität der Links unterscheidet sich erheblich. Schlechte oder manipulierte Links können sogar schaden. Gekaufte oder getauschte Links sind in letzter Zeit immer wieder Gründe für Abstrafungen von Websites durch Google gewesen. Vielen ist vielleicht der Name Penguin ein Begriff: Dieser Name steht für bestimmte Updates bei Google, die zum Ziel haben, schlechte Links erkennen zu können.

Per Offsite-Optimierung möchte man die Zahl und die Qualität der Links verbessern, die auf die eigene Website zeigen. Dazu gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: Streng genommen ist die einzige wirklich mit den Google-Richtlinien konforme Methode zum Linkaufbau das Schaffen hochwertiger Inhalte. Andere um Links zu bitten oder dafür zu werben, ist jedoch innerhalb eines gewissen Rahmens in Ordnung. Es gibt viele Möglichkeiten, zusätzliche Links zu erhalten. Dazu zählen Beiträge in den sozialen Medien wie Facebook, Google+ oder Twitter. Das Eintragen einer Website in Verzeichnisse ist eine weitere Linkquelle, wird heute aber kaum noch genutzt. Hier sollte vor allem auf die Qualität der Verzeichnisse geachtet werden.

Die besten Links sind solche, die sich in redaktionellen Inhalten befinden. Ideal ist es, wenn im Text eines themenrelevanten Beitrags ein Link gesetzt wird. Neben der Position spielt auch der Linktext eine Rolle, das heißt, welche Wörter verlinkt sind. Themenrelevante Begriffe können von Vorteil sein, aber auch hier muss man vorsichtig sein. Denn wenn alle Links auf eine Website nur aus den Ziel-Keywords bestehen, wirkt das für Google unnatürlich. Also besser auf eine gesunde Mischung achten.

Bei all diesen Maßnahmen muss darauf geachtet werden, nicht über das Ziel hinaus zu schießen und einen langsamen, aber stetigen Linkaufbau zu betreiben. Wer zu schnell zu viele Links sammelt, macht sich bei Google verdächtig. Außerdem muss man darauf achten, welche Links gesetzt werden, um nicht ungewollt Opfer einer „Negative-SEO-Kampagne“ zu werden. Von „Negative SEO“ spricht man dann, wenn schlechte Links auf eine Seite gesetzt werden mit dem Ziel, dieser Seite zu schaden.

Erfolgskontrolle

Stetiges Messen und Kontrollieren gehört zu den Hauptaufgaben eines SEOs. Schon vor Beginn der SEO-Maßnahmen sollte es ein Konzept zur Erfolgsmessung geben. Das Messen beginnt mit einer Bestandsaufnahme bereits vor den ersten SEO-Maßnahmen, die später regelmäßig wiederholt werden muss. Hier kommen spezielle SEO-Kennzahlen zur Anwendung, die Aufschluss über den Erfolg der Maßnahmen geben und die in einem späteren Beitrag beschrieben werden. Zu den wichtigsten SEO-Kennzahlen gehören das Ranking für die Ziel-Keywords und Sichtbarkeits-Indizes, die Rankings für verschiedene Keywords zusammenfassen und in einen einzigen Wert überführen.

Wie geht es weiter?

In den nächsten Beiträgen dieser SEO-Serie wird es um einzelne Optimierungsmaßnahmen gehen, die man selbst auf der eigenen Website durchführen kann. Es werden wichtige SEO-Kennzahlen beschrieben und Tipps gegeben, welche Fehler man bei der SEO unbedingt vermeiden sollte.

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5 Gedanken zu „Suchmaschinenoptimierung (SEO) – Grundlagen

  1. Vielen Dank für die nützlichen Infos … bin sehr zufriedener Kunde. Danke Kuechenfans.de

  2. Maximilian sagt:

    Ja kann das nur bestätigen für Google sind Links immer noch einer der wichtigsten Faktor für ein besseres Ranking. Und das wird auch immer so bleiben. Wichtig ist hierbei darauf zu achten, dass es weniger auf die Masse der Links ankommt, sondern eher auf die Relevanz. Bspw macht es wenig Sinn einen Kommentar Links von einem Seo-Post zu erzeugen, wenn dieser auf eine Küchenseite verlinkt. Das wirkt sicher eher negativ auf das Ranking aus.

  3. Ich möchte gerne eine Suchmaschinenoptimierung für meine Website machen lassen. Was kostet das und an wen genau wende ich mich?

    Vielen Dank und freundliche Grüße.

    1. 1und1hilfe sagt:

      Hallo Donia,

      als einfaches Einsteiger-Tool, mit dem Sie eine Suchmaschinenoptimierung selbst regelmäßig online durchführen können, bieten wir Ihnen den 1&1 rankingCoach an: https://hosting.1und1.de/google-website-ranking-verbessern

      Wie all unsere Tarife können Sie auch den 1&1 rankingCoach erstmal 30 Tage auf Herz und Nieren testen – wenn es nicht passt, können Sie ihn dann innerhalb der Testphase einfach wieder kündigen.

      Viele Grüße,
      Michael, 1&1

  4. Ben sagt:

    Hallo,

    super Tips! Wie immer. Bin Mega zufrieden mit 1und1.

    Vielen Dank

    Ben

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